Parodontologie - Parodontitis

Was ist Parodontologie?

Die Parodontologie beschäftigt sich mit der Behandlung von Erkrankungen sowie der Wiederherstellung und Erhaltung der zahnumgebenden Gewebe ("Parodont"). Dabei ist die systematische Behandlung der Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und der Zahnbettentzündung (Parodontitis) das häufigste und wichtigste Aufgabenfeld in der Parodontologie. Die Parodontitis ist eine der häufigsten oralen Infektionserkrankungen und aus heutiger Sicht neben der Karies der wichtigste Grund für einen Zahnverlust. Diese Erkrankungen verlaufen meistens chronisch über viele Jahre, teilweise Jahrzehnte.

Aktuelle Daten aus Querschnittsuntersuchungen zeigen, dass in Deutschland nahezu jeder zweite Erwachsene über dem 35. Lebensjahr eine behandlungsbedürftige Parodontitis hat. Das häufig fehlende Wissen um diese Erkrankung ist in dem typischerweise schleichenden und schmerzfreien Verlauf der Parodontitis begründet.


Allerdings gibt es frühe Warnzeichen, wie Zahnfleischblutungen, -schwellungen sowie Mundgeruch. Aber auch eine zunehmende Zahnlockerung ist ein Hinweis auf eine mögliche Parodontitis, der unbedingt abgeklärt werden sollte. Bei Rauchern hingegen fehlen jedoch einige dieser Frühsymptome, beispielsweise das Zahnfleischbluten. Raucher haben somit nicht nur die Gefahr, dass ihnen ihre Erkrankung zu spät auffällt, sie haben ohnehin ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Parodontitis.