Weiterentwicklungen in der Implantologie

Neben andauernder Weiterentwicklung im Bereich der Implantatgeometrie liegt das Hauptaugenmerk der Forschung im Bereich der zahnärztlichen Implantologie auf einer beschleunigten Osseointegration und der Wiederherstellung verlorener Knochensubstanz.

So gibt es im menschlichen Körper beispielsweise Proteine, die für die Umwandlung bestimmter Zellen in Knochenzellen verantwortlich sind. Untersuchungen mit diesen Proteinen (bmps) haben zu vielversprechenden Ergebnissen geführt. Auch können bereits nach Entnahme eigener Zellen (adulte Stammzellen), die im Reagenzglas "vermehrt" werden und auf Trägermaterialien aufgebracht werden, eigene Knochentransplantate hergestellt werden. Diese Verfahren haben jedoch bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine "Praxisreife" erlangt.

Weiterentwicklung Zahnimplantate

Rasante Weiterentwicklungen vollzogen sich insbesondere im Bereich der implantologischen Diagnostik und der digitalen Arbeitsprozesse.

So können über dreidimensionale CT oder DVT-Daten mit Hilfe einer Computersoftware die Implantate virtuell geplant und mit einer auf dieser Basis hergestellten Präzisionsbohrschablone computernavigiert eingebracht werden. Auch im Bereich der knochenaufbauenden Maßnahmen kommt die 3 –D – Diagnostik heute zum Einsatz, um zum Defekt passende Formen bzw. Transplantate zu gestalten.

Die Möglichkeit zur dreidimensionalen DVT – Diagnostik bieten wir in unserer Praxis direkt an.

In ausgewählten und seltenen Fällen ist eine Implantation auf diesem Wege dann sogar ohne "Aufschneiden" durchführbar, und wenn die Stabilität der Implantate es erlaubt, kann unter Umständen sofort eine bereits fertiggestellte prothetische Versorgung eingegliedert werden.

Sind die Implantate eingeheilt, dienen sie als "Wurzel" für einzelne Kronen, als Brückenpfeiler, Anker für herausnehmbare Prothesen oder als zusätzliche Pfeiler bei ungünstigen statischen Situationen. Mit ihrer Hilfe kann auf ein Beschleifen gesunder Zähne verzichtet, schlechter Prothesensitz verbessert und fester Zahnersatz ermöglicht werden. Außerdem kann dem fortschreitenden Rückgang des Kieferknochens durch neue funktionelle Reizeinwirkung Einhalt geboten werden.

Diese Aspekte können zu einer Verbesserung der Kaufunktion und der Ästhetik führen und somit die Lebensqualität steigern.